Sebastian Laurids F., Aufzeichnungen

FlashBerlin

Posted by Sebastian 2015-10-01 22:08

Und dann geht es ganz schnell, dass das Sehnen kommt. Abgestumpft gegen diese Stadt hier, in der ich nicht sein will, nicht sein wollte, weil ich wusste, dass ich lieber dort bin, wo die schwarzen Tiere, die verlorenen Augen durch die Wege stromern. Ich bin ignorant gegen Alster und Hafen und Elbe und diese wasweissichs, träume von Plattenbauschluchten und raugrauen Ostwinden, von Strassenlichtern und die stumme Molle. Was habe ich früher den Berliner Winter verflucht. Doch der ist besser als so manch anderer Sommer.

Der Mensch ist wie Wasser, er sucht sich den WegHamburg

Posted by Sebastian 2015-09-05 14:52

Vielleicht kann der dreijährige Aylan Kurdi die ganze Menschheit wütend machen. Vielleicht kann ein totes Flüchtlingskind diese Schranken einreissen, die drinnen von draussen trennen. Aylan, dessen Oberkörper auf der einen, dessen Beine auf der anderen Seite dieser Linie zwischen den Fliehend-Anklopfenden und den Ruhig-Eingenisteten lagen.

Wo keine natürlichen Grenzen sind, baut Europa gegen die Flüchtlinge derzeit zwar künstliche. Aber es ist womöglich das letzte Aufbäumen gegen die Geschichte. Grenzen sind ein Relikt des 20. Jahrhunderts. Die Wirtschaft denkt global, wir kommunizieren um die Welt, wenn wir genügend Geld haben, fahren wir, wohin immer wir wollen. Menschen investieren heute in eine indische Stahlschmiede, morgen in einen baden-württembergischen Maschinenbauer, danach in ein kanadisches Solarprojekt. Politische Systeme sind dabei egal. Eine Parteiendiktatur macht ein Softwareunternehmen nicht unattraktiv, ein Militärmachthaber unterbindet keine Bauinvestition, ein autokratisches Königshaus hält nicht von Waffenlieferungen ab.

Dem werden Menschen folgen. Bald werden sie genauso uneingeschränkt international agieren. Alle. Nicht nur diejenigen, die es sich heute leisten können, sondern auch die, die nichts haben ausser ihr Hemd am Leib. Auch ihnen ist das System der Orte, an die sie wollen, sicher egal. Sie wissen nur, dass es dort allemal besser sein wird. Der Mensch ist wie Wasser, er sucht sich den Weg. Es ist sein Drang hin zum besseren. Wir sehen es heute. Es fährt kein Zug von Budapest nach Wien? Die Flüchtlinge laufen. Dreihundert Kilometer, vierhundert? Egal.

Zurzeit stehen da zwar noch harte Linien im Weg. Aber sie werden weich. Da können die Donald Trumps, Tony Abbotts und Viktor Orbans dieser Welt noch so hohe Zäune bauen. Noch ist ihnen das Hemd zwar näher als der Rock. Doch mit der angeblichen Verteidigung ihrer eigenen, alternden, demografisch nicht zukunftsfähigen Bevölkerung werden sie sich nicht gegen den Lauf der Welt stemmen können. Die Zaunbauer zählen darauf, dass der Mensch des Menschen Wolf bleibt, dass Teile der eigenen Bevölkerung Ressentiments oder Überdruss oder vermeintliche Angst haben, ja, sie zählen auch auf Rassismus.

Aber die Mehrheit ist anders. Sie weiss, was es heisst, frei zu sein und sich entfalten zu können. Und sie gönnt es denjenigen, denen es bisher nicht möglich war. Hilfsbereit, aufnahmefähig, «Refugees welcome» nicht nur als Floskel, sondern als Dogma. Europa als Gated Community wird der Vergangenheit angehören. Nicht morgen oder übermorgen. Aber bald.


Beach House: «Wir denken nicht nach, niemals.»Musik

Posted by Sebastian 2015-08-31 11:48

Nach ihren jüngsten Alben wurde der Hype um die US-Dream-Popper von Beach House enorm angefeuert. Für «Depression Cherry» drehen Sängerin Victoria Legrand und Bassist Alex Scally die Flamme wieder etwas zurück. Ich habe mit Scally gesprochen: Popsongs schreiben, meint er, sei auch weiterhin keines ihrer Anliegen.

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Knapp zehn Jahre nach eurem Debütalbum ist «Depression Cherry» die fünfte Platte. Geht ihr jetzt anders an die Arbeit heran?

«Zugegeben: Wie wir schreiben und aufnehmen – es ist ganz ähnlich wie damals. Das einzige was sich verändert hat, ist, dass wir uns nun ein wenig mehr Zeit nehmen. Wir arbeiten akribischer, weil wir gewachsen sind. Natürlich haben wir uns verändert, als Menschen und als Künstler. (...) Aber wie wir zusammenarbeiten ist eigentlich gleich geblieben. Da ist kein großer Unterschied zwischen damals und heute.»

In der Ankündigung zum Album heißt es, ihr würdet mit der Platte zurück zu den Wurzeln gehen. Was bedeutet das genau?

«Ja, das ist ein bisschen dumm gelaufen. Wir haben unsere eigene Biografie geschrieben und dabei keinen besonders guten Job gemacht. Überhaupt nicht. Nein, wir entwickeln uns. Aber wir versuchen dabei immer möglichst natürlich zu sein. Wir waren des Sitzens müde, also sind wir aufgestanden. Ein Beispiel: Erst hatten wir einen Schlagzeuger, der bei unseren Auftritten die Beats gespielt hat. Infolgedessen hatten wir auf der nächsten Platte einen Drummer. Dann ging uns das Schlagzeug auf die Nerven, also haben wir es wieder weggelassen. So entwickeln wir uns weiter.»

In den vergangenen Jahren – vor allem nach eurer dritten Platte «Teen Dream» – sind die Erwartungen an Beach House immer weiter gestiegen. Wie geht ihr damit um?

«Eigentlich merken wir es nur jetzt, in diesem Moment, wenn das Release und die Tour bevorstehen. Tatsächlich versuchen wir, solche Gedanken möglichst zu ignorieren. (...) Wir fühlen keinen Druck. Wir haben das große Glück, dass wir in der Lage sind, hart zu arbeiten und damit unser Leben zu bestreiten; dass Leute kommen, um uns zu sehen, und einige auch unsere Platten kaufen; dass wir keinen anderen Job brauchen, um diese Band am Leben zu halten. Wir sind unglaublich glücklich darüber. Aber wir wissen auch, dass es in jeder Sekunde vorbei sein kann.»

Aber euer Publikum ist ja zuletzt immer größer geworden ...

«Wir lieben unsere Fans so sehr. Ich glaube nicht, dass jemand eines unserer Konzerte mit 2000 anderen Menschen genießen würde – gerade bei einer Band wie Beach House. Wir hatten hin und wieder solche Shows, aber den Leuten hat es nicht gefallen. Sie wollen lieber einen Gig mit 500 oder 1000 Menschen spielen. (...) Klar könnte man weitermachen und immer größer werden. Für uns würde es dann aber wahrscheinlich abwärts gehen, weil wir kein Interesse daran haben, Singles oder Popsongs zu schreiben. Es geht eben in die Richtung, in die es gehen soll. Und dabei werden wir Spaß haben und zu uns selbst stehen.»

Kommen wir zur Musik auf «Depression Cherry». Woher entspringt euer Sound?

«Wir haben diesen Ort, wo wir proben: Für mich ist er wie eine Kirche. Er ist voller Orgeln und Keyboards, die wir über die Jahre angesammelt haben. Zum Großteil nur Krimskrams. (...) Der Sound dieser Instrumente inspiriert uns, das Gefühl, das daraus erwächst. Ich habe keine Ahnung, woher die Klangfolgen kommen oder wie die Texte aus Victorias Gedanken plätschern. Warum das alles passiert, oder warum ich gerade die kitschigen Beats dieser Maschinen mag. Es ist einfach natürlich. Wir denken nicht nach, niemals. Ich muss das unterstreichen: Wir. Denken. Nie.»

Und trotzdem entstehen dabei Songs?

«Wir erlauben uns einfach, Dinge zu fühlen. Wir sind nicht bemüht. Wir versuchen nicht, wie etwas zu klingen. Wir sind einfach nur da. Das ist die ganze Motivation hinter der Platte. Anders kann ich das nicht erklären. Es sind einfach wir. Wir gehen nicht hin und sagen: Lass uns einen Trennungssong schreiben. Wir nehmen Dinge so, wie sie kommen.»

Apropos Gefühl – eure Platte hat auch eine haptische Komponente. Das Cover besteht aus rotem Samt. Wie kam es dazu?

«Wir wollten kein Bild haben, weil Bilder immer eine Geschichte erzählen. (...) Sie würden das Abstrakte ruinieren. Aber genau darin wollen wir arbeiten und leben. In diesem Fall also steht der rote Stoff allein für das, was man empfindet. Man hält ihn in der Hand, berührt ihn – und er erweckt ein Gefühl. Es soll vermitteln, wie wir unsere Musik erleben.»

Zur Plattenrezension: Hier entlang.
Foto: Shawn Brackbill/Pias Germany

Bestimmung beendetHamburg

Posted by Sebastian 2015-08-23 20:33

Klar war sie am Ende etwas rauh an den Ecken und auch ein wenig abgewetzt. Andere haben schon lange genörgelt, sie sei nicht mehr gut für mich. Nicht die richtige, sagte meine Mutter. Aber das ist nicht der Grund, warum ich mich heute von ihr verabschiedet habe.

Nach mehr als langen sieben Jahren ist es eben einfach vorbei. Das erste mal hatte ich sie im Alexa gesehen. Dort bin ich seither nie wieder gewesen. Sie erinnerte mich damals an einen Sonnenuntergang im Urlaub, links und rechts Palmen – es war einfach nur ein kleines Gefühl. Dann wurden wir enger miteinander: Sie hing mir oft am Hintern, in Geldangelegenheiten hatte sie meine Vollmacht. Irgendwann, aber das dauerte schon einige Zeit, durfte ich unter ihre Oberfläche schauen. Dort war sie ganz weich, nicht so glatt wie zuvor.

Aber nun ist Schluss. Zugegeben: Es hatte sich schon seit einigen Monaten angekündigt. Zuletzt wurde sie ihrer Bestimmung kaum mehr gerecht. Da ging so einiges verloren, verschmerzlich zwar, aber dennoch. Ausschlaggebend war wohl, dass gestern eine neue in mein Leben trat.

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Natalie Imbruglia: Singe «Torn» noch immer gernMusik

Posted by Sebastian 2015-08-21 19:36

Ihr Song «Torn» ist mittlerweile volljährig – jetzt bringt Natalie Imbruglia ein Album nur mit Männer-Songs heraus. Hier gibt es meine Rezension. Im Interview erzählt sie mir, warum sie ihren Superhit von 1997 trotzdem noch liebt. Und wer ihn ihrer Meinung nach einmal covern sollte.

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Now your new album «Male» is out – what about it?

«It's a covers album of all male artists – my favourite artists. Some of them I got into, like Neil Young, when I was a teenager. And others I got introduced by my producer like Death Cab for Cutie and Zac Brown Band. So some of the American acts were a bit new to me. I obviously spent 20 years living in London.»

Did you have specific artists in mind beforehand?

«It started out like that: I was gonna do all my favourite acts, male and female. But some of my favourite artists and the songs they have written didn't suit my voice. And I hadn't really thought about that side of it. (…) That got me thinking about the mood of the album, what style to do, what kind of production. I wanted to do something not electronic, very stripped back. I wanted to go for more singer/songwriters, that really focused on storytelling and the story behind the song.»

A couple of months ago Bette Midler did an album covering girl bands …

«Really? Oh that's a fantastic idea.»

It's mostly 60s, but also some TLC.

«I'm gonna download this album, it sounds amazing.»

Midler covering girl bands, you covering male artists – if next someone has the idea of covering female artists including your «Torn»: Who would you like it to be?

«Recently in Cannes I bumped into Boy George. As soon as he saw me – we know each other socially from over the years living in London – he started singing "Torn" and it sounded amazing. So I probably say: Boy George. He has a beautiful tone to his voice.»

Do you think «Torn» is still a cool song 18 years after the making?

«When it first went really big around the world I decided to stay friends with it. So it was a conscious decision to not get bitter about it. Because I've been to so many concerts where artists, that I love, don't play their hits, and it's always disappointing to go home and not hearing the song you love. So for me, it brought great things to my life. (…) I still love singing "Torn". I hope I'll do in another ten years, cause I will probably be singing it for another ten years.»


Olivia Jones ist SchuldHamburg

Posted by Sebastian 2015-08-14 23:06

Heute werden vis-à-vis wohl Günters «Warzen kräftig traktiert», hinter einem dieser Fenster des SM-Clubs Touch, dort drüben zwischen den Häuserwänden auf der anderen Strassenseite. Woher ich das weiss? Aus dem aufschlussreichen und überaus spezifischen Eintrag, den er im Online-Gästebuch des Clubs hinterlassen hat. Nach mehr als einem halben Jahr Kiezbleibe kann es ja nicht schaden, dachte ich mir, kurz zu erfahren, was hinter der nahen allnächtlichen Leuchtreklame so abgeht.

Aber warum ich überhaupt auf der Touch-Homepage herumklicke? Ganz einfach: Olivia Jones ist Schuld. Denn Deutschlands berühmteste Dragqueen und gefühlte Bezirk-St.-Pauli-Geschäftsführerin stakselt grob geschätzt dreimal am Abend mit einer Truppe Touristen aus Bottrop durch die Erichstrasse – und bleibt jedesmal vor dem Touch stehen. In unmittelbarer Küchen-Hörweite. «Das ist der älteste Sado-Maso-Club…» läuft dann der In-Fleisch-und-Blut-Sermon ab. Irgendwann fällt sicher auch ein an die Herren gerichtetes «Ihr Schlawiner» und das Angebot, gern die Gruppe zurückzulassen um reinzugehen. Drinnen könnte dann dem ein oder anderen Neugierigen, nunja, … und hier käme dann das Online-Gästebuch ins Spiel.

Homepage 2.0Hamburg

Posted by Sebastian 2015-08-14 22:01

Damals, als ich mir viele Zürcher Nächte um die Ohren schlug, um html-Tag an html-Tag auf den ftp-Client zu kleistern, sollte die Seite simpel sein. Schwarz-weiss, ohne farbiges Brimborium. Ein bisschen Mouse-Hover hier, ein wenig Wisch-und-weg da. Aber dann bei jedem Update: Wieder 38 Komponenten in den Code frickeln, was eigentlich in einzwei Klicks hätte erledigt sein sollen. Neue Fotos geschossen? Auf die Seite setzen? Ahh, morgen vielleicht, oder am Wochenende. Ein Mühsal. Schnell verlorene Lust, www.Mr.Fischer.ch dümpelte, selbst ich mochte nicht mehr hinschauen.

Nundenn, diesmal – god thanks the provider – ging es schneller, dafür auch bunter, aber immerhin steht die Seite nach dreivier Abenden. Vielleicht bleib ich diesmal dahinter, vielleicht auch nicht. Aber dann wäre es jetzt wenigstens nur für eine kleine Katz gewesen.


Spechtl, der Schlaf & die SelbstlegitimationMusik

Posted by Sebastian 2015-08-12 22:45

Ohne Bandkollegen, ohne Rückversicherung: Andreas Spechtl, Sänger der österreichischen Indie-Band Ja, Panik, ist mit seinem neuen Album erstmals auf sich allein gestellt. Ab heute steht es in den Plattenläden. Ich habe mit dem 31-jährigen Wahl-Berliner über «Sleep» gesprochen. Er meint, allein könne man «potenziell immer alles machen».

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Bisher sind ein knappes halbes Dutzend Ja-Panik-Platten erschienen. Mit «Sleep» geht es jetzt auf Solo-Pfade. Wie ist das?


Es ist natürlich was ganz anderes – abgesehen davon, dass man für alles ganz allein verantwortlich ist. (...) Ich fand es interessant, wie man sich selbst legitimieren muss, weil das Album natürlich viel mehr als eine Ja-Panik-Platte am Computer entstand – und man da potenziell immer alles machen kann, wenn man ein paar Instrumente beherrscht. Ich habe Bass, Schlagzeug, Gitarre gespielt. Und da eine Form zu finden, fand ich schon wirklich sehr herausfordernd.

Inwiefern?

Dass man das immer ganz allein in der Nacht im Wohnzimmer oder im Proberaum macht, hat das schon immer etwas sehr einsames. Aber man lernt auch viel über sich selbst. (...) Ich denke, das ist ein Prozess von mir als Musiker und Künstler, der in eine ganz andere Richtung gegangen ist, und den ich auch nicht mehr zurückgehen kann. Ja, ich glaube, das wird sich auch auf Ja, Panik auswirken.

Wie ist denn das Album entstanden?

Ich glaube, ich habe die Platte in den letzten eineinhalb Jahren immer irgendwie so aufgenommen. Anfangs habe ich gar nicht drüber nachgedacht, bring ich das jetzt raus oder nicht. Und das fand ich ganz schön: Ich hab's einfach mal gemacht. Dann habe ich mich Anfang des Jahres so hingesetzt – ich glaube, es war im Jänner - und Maurice vom Schlagzeug so einige Sachen vorgespielt. Der fand das sehr gut und hat gemeint: «Ach, Andreas, mach doch 'ne Platte.»

Der Kern von «Sleep» ist der Schlaf. Warum?

Ich habe mir die Stücke angeschaut. Ich hatte noch viel mehr. Und beim Aussortieren bin ich irgendwann darauf gekommen, dass es wahnsinnig oft um Nacht und Schlafen geht. (...) Einerseits ist die Platte hauptsächlich in der Nacht und im Halbschlafzustand entstanden. (...) Und ich bin relativ oft unterwegs. Mittlerweile habe ich eine eigene Beziehung zum Unterwegssein, zu Hotelzimmern – was ja dann immer so ein kleines Stückchen zu Hause ist –, und dann ist der Schlaf eigentlich das, wenn man irgendwo auf der Welt sitzt, wo man am ehesten bei sich ist. Wo sich eigentlich nichts anderes ändert, als wenn ich in Berlin in meiner Neuköllner Wohnung sitze.

Also gibt es auf «Sleep» ähnlich wie bei den Band-Platten dann auch wieder ein Denkmodell?

Ich wollte das Konzept eher klein halten und inhaltlich gar nicht so groß fassen wie eine Ja-Panik-Platte. Da finde ich den Traum interessant, weil er eine Dialektik hat: Er findet komplett im Kopf statt, aber eben genau in dem Moment, wo du den Kopf ausschaltest. (...) Ich finde es gefährlich, wenn man da zuviel eingreift, als Sinnbild für unsere neoliberale Kontroll-Wahnsinns-Gesellschaft. Dass man auch noch den Schlaf beherrschen mag - am besten auch noch den Traum. Ich finde es sehr schön, wenn man den einfach lässt, wie er ist. Als kleines Refugium, das man noch hat.

Meine kurze Rezension von «Sleep» gibt es hier.